Zertifikationskurse

Die Weiterbildungen in der Pädiatrie zum Fachtherapeut Vorschule und Schule, zum SI-TherapeutIn und ADHS-Trainer will den wachsenden Spezialisierungsanforderungen therapeutischer und sonderpädagogischer Einrichtungen gerecht werden. Unser Ziel ist es, für Dich die Qualität von Evaluation, Behandlung und Beratung von Vorschul- und Schulkindern, sowie Eltern, Erzieher und Lehrer ständig weiter zu entwickeln, um dadurch die Effektivität Deiner Interventionen langfristig zu sichern.
Die modular angebotenen Weiterbildungen beinhalten, an den aktuellen Leitlinien orientiert, konkrete Maßnahmen für die Diagnostik und das Training für Kinder und Jugendliche mit Verhaltens- und Lernstörungen sowie Entwicklungsstörungen. Im Sinne von Best Practice sollen die Inhalte der modular angebotenen Kurse es Dir ermöglichen, auch innerhalb der Systeme Kindergarten und Schule die Lernmotivation und das Lernverhalten der betroffenen Kinder positiv zu verändern und die durch Störungen verursachten Folgen für die zukünftige Entwicklung zu begrenzen bzw. zu verhindern.

Die Weiterbildung in der Neurologie zum Fachtherapeut Neurotrainer vermittelt Dir ein praktisch anwendbares Wissen über effektive neurophysiologische- und psychologische konzeptübergreifende Anwendungsverfahren bei Hemiplegie, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, SHT und anderen neurologischen Erkrankungen. Du lernst, die Sichtweise der ICF in Befundung und Therapie zu integrieren und in Handlungskonsequenzen umzusetzen sowie die rehabilitative Behandlung ressourcenorientiert in den Alltag mit einzubeziehen, um Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität Deiner Patienten im häuslichen und sozialen Umfeld wieder zu verbessern.

Fachtherapeut Vorschule

Berlin – Hamburg – Dresden – Leipzig – München -Regensburg – Mannheim – Köln

In der Ergotherapie kommt dem frühzeitigen Erkennen, dem systematischen Erfassen und der Therapie von vorschulischen Verhaltens- und Leistungsauffälligkeiten eine zentrale Bedeutung zu. Diese können über das Grundschulalter hinaus weitreichende Folgen für die gesamte Entwicklung der betroffenen Kinder haben.

In den vier Modulen Fit für die Schule werden bereichsspezifisch entsprechende Entwicklungsauffälligkeiten vorgestellt und die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen in ihrer Anwendung vermittelt.

Fit für die Schule 1

Diagnostik und Therapie drohender schulischer Lernstörungen im Vorschulalter

In der Ergotherapie kommt dem frühzeitigen Erkennen, dem systematischen Erfassen und der Therapie von vorschulischen Leistungsauffälligkeiten eine zentrale Bedeutung zu, da Lernstörungen über das Grundschulalter hinaus weitreichende Folgen für die Entwicklung der betroffenen Kinder haben. Dem besonderen Interesse gelten hierbei den Vorläuferfunktionen, die für den Erwerb von grafomotorischen Fertigkeiten, Lese- Rechtschreib- und Rechenkompetenzen grundlegend sind.

Der Kurs führt über eine absichtlich kürzer gehaltene theoretische Einführung (Diagnosekriterien, theoretische Grundlagen) zur konkreten Anwendung und Umsetzung der diagnostischen Verfahren und Trainingsinhalten, um somit eine schnelle Umsetzung in den Praxisalltag der TeilnehmerInnen zu ermöglichen.

Inhalte sind u.a.

  • Verfahren zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit und der pränumerischen Leistungen (OTZ, ZAREKI-K, BISC usw.)
  • Materialien für die Bewertung grafomotorischer Kompetenzen (Marburger Komplexbild, GMT, usw.)
  • Verfahren zur Beurteilung der visuomotorischen Genauigkeit und Geschwindigkeit v.a. in Bezug auf den Stiftgebrauch sowie Lateralisation (PTK-LDT, usw.)
  • Einsatz von Trainingsprogrammen wie bspw. „Hanno Hamster“, MZZ, Marburger Grafomotorisches Training

Ziel des Seminars
In diesem Seminar lernen die TeilnehmerInnen, Prädikatoren wie Phonologische Bewusstheit, Graphem-Phonem-Korrespondenz, pränumerische Fertigkeiten und grafomotorische Fähigkeiten mit bewährten Instrumenten zu erfassen und zu beurteilen, sowie mit empirisch erprobten und evidenten Förderprogrammen gezielt mögliche Leistungsstörungen zu behandeln.

 20 Lehreinheiten


Fit für die Schule 2

Psychosoziale und emotionale Kompetenzen für den zukünftigen Schulalltag

Die Einschulung stellt für viele Kinder eine große Herausforderung an ihre emotionalen und sozialen Kompetenzen dar. Warum können manche Kinder dem nicht gerecht werden? Welche Voraussetzungen fehlen ihnen und wie können ErgotherapeutInnen Verhaltensauffälligkeiten im Vorschulalter strukturiert erfassen und mit Hilfe von geeigneten Maßnahmen die Kinder und deren Familie unterstützen?

Der Kurs führt über eine absichtlich kürzer gehaltene theoretische Einführung (Diagnosekriterien, theoretische Grundlagen), zur konkreten Anwendung und Umsetzung der diagnostischen Verfahren und Trainingsinhalten, um somit eine schnelle Umsetzung in den Praxisalltag der TeilnehmerInnen zu ermöglichen.

 Inhalte sind u.a.

  • Diagnostische Instrumente wie SDQ, EEE U6-U9 und bewährte Beobachtungsbögen zur genauen Erfassung der Problemsituationen im Alltag des Kindes
  • Programme zur Förderung: „Soziale Kompetenzen gezielt fördern“, „Verhaltenstraining im Kindergarten“
  • Elternberatung und Anleitung zur Bewältigung problemhaften Verhaltens mit dem PEP (Präventionsprogramm für expansives Problemverhalten)
  • Unterstützende Maßnahmen für den Kindergarten/Vorschule

Ziel des Seminars
Die TeilnehmerInnen lernen gezielt diagnostische Verfahren anzuwenden und entsprechende Inhalte der Therapieprogramme in der Arbeit mit dem Kind und seinem Umfeld umzusetzen.

20 Lehreinheiten

Fit für die Schule 3

Neuropsychologische Leistungen im Vorschulalter

Für eine normale schulische Entwicklung haben neuropsychologische Leistungen einen elementaren Stellenwert. Damit Schulkinder ihre intellektuellen Fähigkeiten entsprechend nutzen können, sollten folgende neuropsychologischen Teilleistungen altersgerecht entwickelt sein:

  • Aufmerksamkeit/Konzentration
  • Gedächtnis
  • Exekutivfunktionen
  • Räumlich-konstruktive Leistungen

Inhalte sind u. a.

  • diagnostische Instrumente wie beispielsweise KKA, VLMT, Brief-P und weitere bewährte diagnostische Maßnahmen zur genauen Erfas- sung der Leistungs- und Verhaltenssituationen des Kindes im Alltag
  • Programme zur Förderung der verschiedenen neuropsychologischen Teilleistungen wie z. B. Training nach Ettrich, Dimensioner II usw.
  • weitere spiel- bzw. alltagsadäquate therapeutische Maßnahmen
  • Elternberatung und Anleitung
  • unterstützende Maßnahmen für den Kindergarten/Vorschule

Ziel des Seminars
Die TeilnehmerInnen lernen gezielt diagnostische Verfahren anzuwenden und entsprechende kind- und umfeldzentrierte Interventionen zu planen und durchzuführen.

20 Lehreinheiten

Fit für die Schule 4

Sensomotorische Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schulalltag

Im Schulalltag werden altersentsprechende sensomotorische Leistungen in vielen Situationen den Kindern abverlangt. So betrifft dies nicht nur die Performanz in Bezug auf Schreiben/Malen, sondern auch den Schulsport. Beeinträchtigte sensomotorische Leistungen z.B. im Freispiel auf dem Pausenhof oder ADL`s können sich ebenso negativ auf die Partizipation des Kindes auswirken. Ein frühzeitiges Erkennen und Fördern von sensomotorischen Entwicklungsstörungen stellen somit einen relevanten Faktor für einen erfolgreichen Schulbesuch dar.

Inhalte sind u. a.

  • Standardisierte diagnostische Instrumente wie z. B. M-ABC 2, BOT-2
  • Weitere sensomotorische Befundmaßnahmen zur Erstellung eines sensomotorischen Entwicklungsprofils
  • Körperorientierte Verfahren zur sensomotorische Förderung
  • Adaptierte kognitiv orientierte Verfahren zur sensomotorischen Förderung
  • Elternberatung und Anleitung
  • Unterstützende Maßnahmen für den Kindergarten/Vorschule

Ziel des Seminars
Die TeilnehmerInnen lernen relevante diagnostische Verfahren und Maßnahmen anzuwenden und entsprechende kind- und umfeldzentrierte Interventionen zu planen und durchzuführen.

20 Lehreinheiten

Mit der Qualifikation hast Du die Kompetenz erworben, für die relevantesten Entwicklungsauffälligkeiten im Vorschulalter, die entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen anzuwenden.
Die Qualifizierungsmaßnahme wird Dir bei Abschluss aller 4 Weiterbildungsteile zertifiziert.
Alle vier Module sind in sich abgeschlossene Fortbildungen und können, unabhängig von der Reihenfolge, auch einzeln belegt werden.

Referenten
Jürgen Jäger und Michael Ertl; Lehrtherapeuten DVE, Lerntherapeuten TheraPlus

Fachtherapeut Schule

Berlin – Hamburg – Dresden – München – Mannheim – Köln

Die Weiterbildung zum „Fachtherapeut Schule“ will den wachsenden Spezialisierungsanforderungen pädagogischer und therapeutischer Einrichtungen zum Thema Schule gerecht werden. Unser Ziel ist es, für Dich die Qualität von Evaluation, Behandlung und Beratung von Schulkindern, sowie Eltern und Lehrern ständig weiter zu entwickeln, um dadurch die Effektivität Deiner Interventionen langfristig zu sichern.

Die Weiterbildung beinhaltet konkrete Maßnahmen für die Diagnostik und das Training für Schüler und Schülerinnen mit Lese-Rechtschreibstörungen, Rechenstörungen, mangelhaften grafomotorischen sowie psychisch-kognitiven Voraussetzungen. Die Inhalte der Fortbildung soll es Dir ermöglichen, innerhalb des Systems Schule die Lernmotivation und das Lernverhalten der Betroffenen positiv zu verändern und die durch Lernstörungen verursachten Folgen für die zukünftige Entwicklung zu begrenzen bzw. zu verhindern.

Ziel der Weiterbildungsmaßnahme
Du sollst die in den Seminaren erarbeiteten diagnostischen Verfahren und Trainingsprogramme systematisch anwenden können. Anhand der Befundprofile kannst Du spezifische, die auf die individuelle Situation der Schüler abgestimmten Trainings- und Beratungsinhalte, sowie Transfers in den Alltag der Betroffenen durchführen und deren Effektivität überprüfen.

Die Qualifizierungsmaßnahme wird Dir bei Abschluss aller 5 Weiterbildungsteile zertifiziert.

Alle 5 Module sind in sich abgeschlossene Fortbildungen und können, unabhängig von der Reihenfolge, auch einzeln belegt werden.

Referenten
Jürgen Jäger und Michael Ertl; Lehrtherapeuten DVE, Lerntherapeuten TheraPlus

Modul 1 | Lese-Rechtschreibstörungen

Lese-Rechtschreibstörungen basieren auf einer Vielzahl von ätiologischen und mitbedingenden Faktoren. Viele dieser Faktoren sind im Leistungskatalog der einzelnen Fachgruppen aufgeführt (z.B. Auditive und visuelle Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, weitere diverse neuropsychologische Störungen usw.). Für ein effektives therapeutisches Vorgehen sind nicht nur Kenntnisse über diese Faktoren relevant, sondern auch spezifisches Wissen über Lese-Rechtschreibleistungen.

Inhalte der Weiterbildung sind u.a.

  • Definition; Symptomatologie, ätiologische und mitbedingende Faktoren
  • Konzepte der Legasthenieforschung
  • Entwicklung von Lese-Rechtschreibfertigkeiten
  • Behandlung und Therapie von Vorläuferkompetenzen wie Phonologische Bewusstheit und Graphem-Phonem-Korrespondenz
  • Befundung von Lesefertigkeit, Leseverständnis und Rechtschreibleistung mit Screenings und standardisierten Verfahren wie ELFE 1-6, ZLT-II, WRT-Reihe u.a.
  • Therapeutische Interventionsmöglichkeiten mit silben- oder morphemorientierten Training, metakognitive Maßnahmen sowie PC-gestütztes Training
  • Vorstellung diverser Trainingsprogramme wie dem ELFE-Training, dem SOT (Symbolgeleitete-orthografische Trainingsmethode) u.a.

32 Lehreinheiten

Modul 2 | Rechenstörungen

Die Zahl der Kinder, die aufgrund einer Rechenschwäche außerschulische Lernförderung benötigen, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Dies hängt in hohem Maße damit zusammen, dass neben der Lese- und Rechtschreibschwäche nun auch Rechenschwäche an Schulen zum Thema geworden ist und erst jetzt verstärkt ein Handlungsbedarf wahrgenommen wird.

Das Problem erkannt zu haben heißt aber noch lange nicht, damit adäquat umgehen zu können. Nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Therapeuten sind oft unsicher in Bezug auf die Diagnostik und Förderung von Kindern mit Rechenschwäche.

Inhalte sind u.a.

  • Definition, Symptomatologie, ätiologische und mitbedingende Faktoren
  • Konzepte der Dyskalkulieforschung
  • Entwicklung von mathematischen Vorläuferkompetenzen
  • Befundung mathematischer Leistungen mit Screenings und standardisierten Testverfahren wie dem ZAREKI-R, DBZ 1 u.a.
  • Therapeutische Interventionsmöglichkeiten durch metakognitive Maßnahmen sowie Umfeld- und Beratungsarbeit
  • Vorstellung diverser Trainingsprogramme wie dem Dortmunder Zahlenbegriffstraining, Finger-Bilder-Rechnen u.a.

32 Lehreinheiten

Modul 3 | Grafomotorische Störungen

Grafomotorische Störungen können den Schreiblernprozess, die Informationssicherung sowie das Lernen insgesamt empfindlich beeinträchtigen. Dies kann auch Folgen für die weitere psycho-emotionale Entwicklung der betroffenen Kinder haben.

Inhalte sind u.a.

  • Neurophysiologische und psychologische Modelle des Schreiblernprozesses und seiner Vorstufen innerhalb der kindlichen Entwicklung
  • Die spezifische Entwicklung grafomotorischer Fertigkeiten und die Bedeutung dessen für die Diagnostik und Training (Basic-Scribbles)
  • Umfassende grafomotorische Diagnostik ab Eingangsklassenalter in Durchführung und Interpretation wie GMT, KGB, Marburger Komplexbild sowie qualitativer und quantitativer Schreibanalyse.
  • Zusätzlich feinmotorische und grafomotorische Überprüfungstools
  • Planung und Durchführung eines individuell angepassten Trainings u. a. mit „Den Stift im Griff“ und „Marburger Graphomotorischen Übungen“, sowie dem Schreiben unterstützende Maßnahmen und Hilfsmittel

32 Lehreinheiten

Modul 4 | Schulkinder mit Aufmerksamkeitsstörungen

Aufmerksamkeitsbedingte Schwierigkeiten bei schulischen Anforderungen stellen die betroffenen Kinder sowie Eltern und Lehrer immer wieder vor große Herausforderungen. Nicht selten entsteht schon in der frühen Grundschulzeit ein Teufelskreis aus Überforderung, Misserfolgserleben, immer
geringer werdender Anstrengungsbereitschaft bis hin zu offener Leistungsverweigerung beim Schulkind. Seitens der Eltern und Lehrer herrscht oft Ratlosigkeit und gegenseitige Schuldzuweisung, Appelle und allgemeine kindbezogene Maßnahmen bringen oftmals nicht den erwünschten Erfolg. Langfristig besteht die Gefahr, dass die betroffenen Schüler trotz normaler oder sogar überdurchschnittlicher Intelligenz nur einen mangelhaften Bildungsabschluss erreichen und ihre psychosoziale und emotionale Entwicklung bis ins Erwachsenenalter einen ungünstigen Verlauf nimmt.

Die Teilnehmer erhalten einen bewährten Praxisleitfaden, der sie sicher durch die relevanten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen führt

Inhalte sind u.a.

  • Kurzer theoretischer Abriss über die Theorie von Aufmerksamkeitsstörungen
  • Erlernen der Durchführung, Auswertung und Interpretation des TEA-Ch sowie d2-R
  • Durchführung aussagekräftiger Arbeitsproben
  • Trainingsmaßnahmen in Anlehnung an LAUTH & SCHLOTTKE (Basis- und Strategietraining)
  • Anwendung grundlegender operanter Techniken und Strategien zur Verhaltensmodifikation
  • Transfer der Trainingsinhalte in Schule und Elternhaus sowie weitere umfeldzentrierte Maßnahmen

24 Lehreinheiten

Modul 5 | Lern- und Gedächtnisstörungen

Gedächtnisstörungen bei den Betroffenen sind im Alltag oft Ursache von Leistungsproblemen in der Schule sowie in anderen Lebensbereichen. Die Schüler verfügen trotz ausreichender Intelligenz nur über unzureichende bzw. ineffektive Strategien zur Bewältigung von Gedächtnisanforderungen.

Mit dem „Reminder-Training“ und dem „MEMO-Training“ können Merk- und Lernstrategien vermittelt werden, die es Schülern ermöglicht, Anforderungen des Lern- und Leistungsalltags besser zu bewältigen. Spielerisch werden u. a. Visualisierungs- und Verbalisierungsfähigkeiten ausgebaut und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert. Ein begleitendes Übungsprogramm für zu Hause, sowie Tipps und Hinweise für die Elternberatung sind ebenfalls Bestandteil des Trainings.

Die wesentlichsten Inhalte sind:

  • Kennenlernen von Gedächtnisstrategien
  • Üben der Anwendung von Gedächtnisstrategien
  • Variable Übertragung der Gedächtnisstrategien auf diverse Anforderungen
  • Herausfinden der eigenen Präferierungen

Der Kurs bietet zunächst eine Einführung in die entwicklungsbezogenen Grundlagen des Gedächtnisses und in die Diagnostik von Merk- und Lernstörungen anhand standardisierter Verfahren und Arbeitsproben. Anschließend wird das Anwenden der Trainingsprogramme praxisnah erläutert und praktisch erprobt sowie auf schulrelevante Anforderungen übertragen.

16 Lehreinheiten

Sensorische Integration

Ziel des 4-teiligen Seminars ist die kompakte und praxisorientierte Vermittlung des Konzeptes der Sensorischen Integration. Es wird im besonderen Wert auf eine hohe Effizienz, Konkretheit und Alltagsrelevanz gelegt. Neben der Vermittlung der wesentlichen klassischen Inhalte der SI werden besonders folgende Aspekt zusätzlich gewichtet:

  • Differenzialdiagnostik
  • SI als Teil eines multimodalen Ansatzes
  • SI in Kombination mit anderen Konzepten

Du erhälst einen klientzentrierten Praxisleitfaden, der Dich durch den gesamten therapeutischen Prozess führt. Du kannst damit Dein erlangtes Wissen in der konkreten klinischen Situation für den Patienten gewinnbringend anwenden.

Lernziele der Weiterbildung

  • Wissen über die Theorie der Sensorischen Integration bzgl. Inhalte, Entwicklung und möglicher Abweichungen
  • Kenntnis über Zuweisungs- und Ausschlusskriterien bzgl. Sensorisch-Integrativer Störungen (Differenzialdiagnostik)
  • Durchführung und Interpretation diagnostischer Assessments zur Ziel- und Maßnahmenauswahl
  • Einsatz der spezifischen SI-Therapiekriterien in der Behandlung des Patienten/Klienten
  • Anwendung der spezifischen SI-Therapiekriterien in der Beratung der Eltern sowie Kindergarten und Schule

Die Weiterbildung schließt für Dich mit dem Zertifikat: „Ergotherapeut/-in mit Fachweiterbildung in der Sensorischen Integrationstherapie“ ab.

 

Referenten

Jürgen Jäger und / oder Michael Ertl Ergotherapeuten, SI-Lehrtherapeuten DVE, Lerntherapeuten TheraPlus

Teil 1

Präsenzzeit 40 LE, Selbstlernzeit 20 LE

Dieser Teil vermittelt wesentliche theoretische Grundlagen sowie Basiskompetenzen in der Befundung, Behandlungsplanung, Beratung, Therapieevaluation und Reflexion (Clinical Reasoning).

Inhalte

  • Entstehung, Grundannahmen und Merkmale der SI
  • Bezugssysteme/Bezugsrahmen der Ergotherapie und der SI
  • Internationale Klassifikationssysteme und SI
  • Entwicklungspsychologie
  • Neurophysiologie und Neuroanatomie
  • Theoretische Grundlagen der Sensorischen Verarbeitungsstörung
  • Befunderhebung (Anamnese, Beobachtung)
  • Gezielte/Klinische Beobachtungen als teilstandardisiertes Befundinstrument
  • Rahmenbedingungen der SI-Therapie, Behandlungssetting, Behandlungsplanung

Teil 2

Präsenzzeit 40 LE, Selbstlernzeit 24 LE

Teil 2 behandelt die klinischen Erscheinungsbilder „Sensorische Diskriminationsstörung“ und „Sensorisch basierte Motorikstörung“.

Inhalte

  • spezifische Befundverfahren
  • Therapie und Evaluation
  • Beratung und Reflexion der therapeutischen Vorgehensweise
  • praktische Anwendung an Patienten/Klienten
  • Umfeldanpassung in der jeweiligen Kategorie

Teil 3

Präsenzzeit 32 LE, Selbstlernzeit 20 LE

Dieser Teil behandelt das klinische Erscheinungsbild „Sensorische Modulationsstörung“.

Inhalte

  • spezifische Befundverfahren
  • Therapie und Evaluation
  • Beratung und Reflexion der therapeutischen Vorgehensweise
  • praktische Anwendung an Patienten/Klienten
  • Umfeldanpassung in der jeweiligen Kategorie

Teil 4

Präsenzzeit 16 LE

Abschluss der Maßnahme durch eine Fallarbeit und Supervision

Die Weiterbildung schließt ab mit dem Zertifikat:

„Ergotherapeut/-in mit Fachweiterbildung in der Sensorischen Integrationstherapie“

ADHS-Trainer

AD(H)S ist die am häufigsten diagnostizierte psychische Störung im Kindes- und Jugendalter und kann dank verbesserter diagnostischer Möglichkeiten immer früher erkannt und entsprechend therapiert werden.AD(H)S ist die am häufigsten diagnostizierte psychische Störung im Kindes- und Jugendalter und kann dank verbesserter diagnostischer Möglichkeiten immer früher erkannt und entsprechend therapiert werden.

Unbehandelt führt AD(H)S häufiger dazu, dass Kinder aufgrund ihrer Verhaltens- und Leistungsproblematik zu Außenseitern werden. Sie können sich oft nur schwer in den Alltag einfügen, was zu weiteren Konflikten führen kann. Die einen verhalten sich aggressiv oder spielen sich gerne als Klassenclown in den Mittelpunkt. Sie verweigern sich schnell gegenüber Anforderungen und zeigen nicht selten Auffälligkeiten im Sozialverhalten. Die anderen sind deutlich angepasster und werden in ihrer Problematik oft übersehen. Sie wirken meist freud- und mutlos bei überhöhten Erwartungen. Meist entwickeln sie große Versagensängste, die sich zu Schulängsten auswachsen können. In beiden Fällen stabilisieren anhaltende emotionale Belastungen Schulleistungs- und soziale Probleme. Die oft anhaltende Unruhe ist auch innerhalb der Familie des Kindes ein belastendes Thema und sorgt dort für Spannungen bis hin zur Hilflosigkeit.

In dieser Weiterbildung sollen die aktuellen Erkenntnisse über das Störungsbild sowie ein im Praxisalltag schlüssiges leitlinienorientiertes Befundschema vermittelt werden. Du kannst ein diagnostisches Profil erstellen und interpretieren und darauf folgend einen Maßnahmenplan in Anlehnung an die aktuelle S3-Leitlinie formulieren und unter Berücksichtigung der klientenzentrierten Zielsetzung dies mit Hilfe bewährter Behandlungstools zur Anwendung bringen. Die Inhalte des Seminars werden u.a. durch Videobeispiele verdeutlicht. Gerne kannst Du auch eigene Fälle vorstellen – der Erwerb praktischen Anwendungswissens steht im Vordergrund.

Ihre Lerngewinne auf einen Blick

Nach Deiner erfolgreicher Kursteilnahme an beiden Modulen und Zertifizierung kannst Du:
– die Wege in die Störung nachvollziehen und die Indikation für das Training stellen

– mithelfen, bestehende Probleme und Handlungsbeeinträchtigungen zu vermindern

– die Entwicklung und Teilhabe der Kinder nachdrücklich fördern

– die kognitiven und selbstregulatorischen Funktionen und Fertigkeiten der Kinder verbessern

– die Eltern wirksam und alltagsnah beraten

– mit den Lehrern des Kindes entwicklungsförderlich zusammenarbeiten.

 Nach Abschluss aller Module erhälst Du das Zertifikat:
Qualifizierung in der Evaluation, Behandlung und Beratung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS

Referenten
Jürgen Jäger und / oder Michael Ertl, Ergotherapeuten, Lehrtherapeuten DVE, Lerntherapeuten TheraPlus

Modul 1 | Basiskurs

  • Kurze Einführung in das Störungsbild AD(H)S
  • Klinisch relevante Symptomatik und ihre Berücksichtigung in der Diagnostik und Therapiehierarchie
  • Ein im Praxisalltag klientorientiertes und inhaltlich schlüssiges leitlinienorientiertes Befundschema mit Hilfe von diagnostischen Arbeitsproben und aktuell relevanter Assessments
  • Diagnostisches Profil erstellen und interpretieren
  • Klientenzentrierte Zielsetzung und Maßnahmenplan in Anlehnung an die aktuelle S3-Leitlinie
  • Behandlungsstandards der Ergotherapie bei ADHS und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Ergotherapie unter Einbeziehung kognitiver, lerntheoretischer und verhaltenstherapeutischer Interventionen und der Einbindung aller Bezugspersonen
  • Basis- und Strategietraining von Lauth + Schlottke und der Transfer in den Alltag
  • Beratung der Eltern, Erzieher und Lehrer, um die Betroffenen im Fertigkeitserwerb und bei Bewältigung problematischer Alltagssituationen zu unterstützen
    32 Lehreinheiten

Modul 2 | Aufbaukurs

  • Vertiefender Einsatz von operanten Techniken auf Basis verhaltens- und lerntherapeutischer Grundlagen
  • Elterntraining
    – alltagstaugliche Problemlöse- und Bewältigungsstrategien für schwierige Familiensituationen
    – die Eltern-Kind-Interaktion in konkreten Situationen aufschlüsseln und förderliche Abläufe erarbeiten
    – die Eltern in stressreichen Situationen anleiten und die häuslichen Schwierigkeiten nachdrücklich reduzieren
  • – elterliche Belastungen verringern und die kindliche Entwicklungsförderung in der Familie unterstützen
    24 Lehreinheiten

Fachtherapeut Neurotrainer

Köln – Mannheim – Dresden

Das Gesundheitswesen wandelt sich dynamisch und ist gekennzeichnet durch wachsende Forderungen an Kompetenz und Qualität. Dies gilt in besonderem Maße auch für die therapeutische Expertise bei neurologischen Erkrankungen. Wissenschaft und Forschung entwickeln sich sprunghaft und verlangen seit geraumer Zeit nach entsprechenden Fachweiterbildungen.

Dazu wirst Du:

  • praktisch anwendbares Wissen über effektive neurophysiologische- und psychologische konzeptübergreifende Anwendungsverfahren erwerben
  • die Sichtweise der ICF in Befundung und Therapie integrieren und in Handlungskonsequenzen umsetzen
  • Kompetenzen aus Physio- und Ergotherapie nutzen (z.B. Lagerung und Transfer, Okulomotorisches Training, Hilfsmittelversorgung und -einsatz)
  • in die rehabilitative Behandlung ressourcenorientiert den Alltag mit einbeziehen, um Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität Deiner Patienten im häuslichen und sozialen Umfeld wieder rasch zu verbessern
  • wesentliche Beratungsinhalte und Orientierungshilfen für Betroffene und Angehörige erwerben
  • die erworbenen Inhalte in Deinem Behandlungsalltag erproben und die Ergebnisse reflektieren

Die Weiterbildung zeichnet sich aus durch:

einen hohen Übungsanteil und kontinuierlichen Austausch – Wissen wird nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch praktisch eingeübt. Dazu werden zum einen Videoanalysen und Übungsaufgaben eingesetzt. Zum anderen setzt Du die Weiterbildungsinhalte im Rahmen Deiner beruflichen Tätigkeit um und hast die Gelegenheit, eigene Patientenfälle vorzustellen und zu diskutieren.

Die gesamte Weiterbildung besteht aus 5 Modulen (NT 1 – 5):

FAT 1 - Funktionelles Alltagstraining

– NT 1 | 32 LE –

  • Neurophysiologische Grundlagen
  • Neuromuskuläre Funktionen
  • Sensomotorische Entwicklung
  • Normale Bewegung
  • ICF orientierte Befunderhebung / Therapieplanung / Therapiedurchführung / Reflexion
  • Praktische Umsetzung anhand von Fallbeispielen, Handling

Durch das Seminar soll das Verständnis für das Gesamtsystem „ZNS“ verbessert werden, um aufbauend auf die Theorie, sowie durch praktische Beispiele, die Therapie so funktionell und alltagsrelevant wie möglich zu gestalten. Der Transfer zwischen Theorie und Praxis wird in Form von Fallbeispielen (Video), Handling, Gruppenarbeit, Selbsterfahrungsbeispiele sowie durch Exkurse in die Neurologie und Neuropathologie vertieft. Neben den Therapieansätzen bei Multipler Sklerose und Morbus Parkinson, die in den jeweiligen sensomotorischen Systemen besprochen werden, liegt ein weiterer Schwerpunkt beim häufigsten neurologischen Krankheitsbild, der „Hemiplegie“.

Ziel des Seminars
Das ZNS verstehen – die Symptomatik verstehen um letztendlich unsere Patienten zu verstehen. Wir versuchen Voraussetzungen zu schaffen, um das MÖGLICHE, und nicht das UNMÖGLICHE zu verlangen und so auf möglichst motivierte und motivierende Art und Weise zur verbesserten Selbständigkeit im Alltag beizutragen.

Das Buch zum Kurs
Karl-Michael Haus – Neurophysiologische Behandlung von Erwachsenen 3. Auflage, Springer Berlin Heidelberg

Kursleitung
Karl-Michael Haus, Ergotherapeut, Bobath-Therapeut, SI-Lehrtherapeut DVE, Lehrer für Gesundheitsfachberufe, zertifizierter, Bio- und Neurofeedbacktrainer

Neuropsychologische Diagnostik

– NT 2 | 24 LE –

Im Verlauf neurologischer Erkrankungen (Parkinson – MS – Schlaganfall) können sich die Fähigkeiten zu Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis und weiteren neuropsychologischen Leistungen verändern. Mittels entsprechender Untersuchung können diese Veränderungen dargestellt und interpretiert werden. Im Verlauf des Seminars werden alltagsnahe Übungs- und Kompensationsstrategien erarbeitet. Inhalte der Weiterbildung

  • Funktionelle Neuroanatomie und Physiologie neuropsychologischer Hirnfunktionen als Grundlage für klinische Diagnostik und Behandlung
  • Bewährte Assessments der klinischen Diagnostik
  • Alltagsrelevanz der Befunde auf den Ebenen der ICF nach dem Gesundheitsmodell der WHO
  • Hypothesengeleitete Therapieplanung und Festlegung realistischer Behandlungsziele nach Befunden und Alltagsrelevanz der krankheitsbedingten Einschränkungen
  • Symptomorientiertes Training und Transfer in den Alltag
  • Möglichkeiten der Kompensation und Umfeldmaßnahmen

Ziel der Weiterbildung
Mit Abschluss des Seminars hast Du ein aktuelles Wissen über die wichtigsten neuropsychologischen Störungen sowie deren diagnostische Erfassung. Du bist in der Lage neue Behandlungsideen zu entwickeln und siehst die Patienten im Kontext des Krankheitsverarbeitungsprozesses.

Kursleitung
Jürgen Jäger und / oder Michael Ertl Ergotherapeuten, SI- Lehrtherapeuten DVE

Tatort Parkinson und Multiple Sklerose

Grundlagen – Diagnostik – Therapie

– NT 3 | 24 LE –

Seit Jahren ist ein stabiler Zuwachs an entsprechenden Klientel in der ambulanten Praxis zu verzeichnen. Um den Patienten gerecht zu werden, ist eine Aktualisierung des Wissens und der therapeutischen Fertigkeiten bezüglich der Befundung, der Therapie/Training und Beratung unabdingbar.

Ablauf der Weiterbildung
Nach der Einführung in die wesentlichsten medizinischen und theoretischen Grundlagen der Krankheitsbilder, werden Befundmöglichkeiten hinsichtlich der vielfältigen Symptome beider neurologischen Erkrankungen aufgezeigt.
Es erfolgt die Vermittlung von realistischen therapeutischen Maßnahmen zur Erweiterung des Behandlungsrepertoires, um den Problemen dieser oftmals komplexen und teilweise auch schwer zu behandelnden Krankheitsbilder entgegenzuwirken.

Inhalte

  • Klinik der Multiplen Sklerose; Pathogenese, Symptomatik, Verlauf
  • Klinik des Morbus Parkinson; Pathogenese, Symptomatik, Verlauf
  • Betätigungsorientierte Befundung
  • Funktionelle Befundung
  • Behandlungsplanung bzgl. der sensomotorischen und neuropsychologischen Einschränkungen im Alltag sowie realistische Zielsetzung
  • Praxisnahe Vorstellung verschiedener Behandlungsansätze auf motorischer, kognitiver, psychischer und sozialer Ebene

Ziel des Seminars
ist es, eine sinnvolle und realistische Therapiegestaltung zu ermöglichen. Dies geschieht durch die praxisnahe Vermittlung diagnostischer und therapeutischer Tools, sowie wesentlicher Aspekte der Patienten- und Angehörigenberatung um Voraussetzungen zu schaffen, das MÖGLICHE und nicht das UNMÖGLICHE zu verlangen und so auf möglichst motivierte und motivierende Art und Weise zur verbesserten Selbständigkeit im Alltag beizutragen.

| Voraussetzung: Teilnahme am Seminar FAT 1 oder Bobath-Grundkurs |

Kursleitung
Karl-Michael Haus, Ergotherapeut, Bobath-Therapeut, SI-Lehrtherapeut DVE, Lehrer für Gesundheitsfachberufe, zertifizierter, Bio- und Neurofeedbacktrainer

 

FAT 2 - Die Neuropathologie verstehen

– NT 4 | 20 LE –

Man spricht in unserem Gehirn von über 100 Milliarden Neuronen, d.h. mehr Neurone im Kopf als Menschen auf der Erde leben! So hat jeder von uns seine eigene kleine, kommunizierende Welt im Kopf! Durch einen Schlaganfall bricht diese Kommunikation quasi „schlagartig“ zusammen.
Umliegende intakte Regionen, wie bspw. die kontralaterale Hemisphäre, versuchen unmittelbar die Kommunikation aufrecht zu erhalten bzw. wieder herzustellen (=Bewältigung des Alltags), was wir im späteren als „Kompensation“ beschreiben (assoziierte Bewegungen).
Dies ist jedoch in der Regel anstrengend, unökonomisch und schmälert zudem die Aktivitäten auf der betroffenen Seite. Es entwickelt sich ein „Circulus vitiosus“, der die betroffene Kommunikation zunehmend erschwert! Hohe kompensatorische Anspannungen zeigen sich vor allem bei schlaffen Paresen. Das ZNS leitet seine Aktionspotentiale auf die „gesunde“, wahrnehmbarere Körperseite, während die Stimulation der betroffenen Seite nahezu ausbleibt.
Reichen die kompensatorischen Strategien nicht mehr aus, so nutzt das ZNS noch intakte subkortikale Zentren, wie bspw. Hirnstamm und RM und aktiviert elementare Bewegungsprogramme zur Haltungsbewahrung. Wir sprechen von einer pathologischen oder besser „enthemmten“ Anspannung (assoziierte Reaktionen / Spastizität).

Inhalte des Seminars

  • Kompensation u. pathologisch enthemmte Bewegungsmuster vs. Physiologie
  • Befunderhebung/ Statuserfassung
  • Mobilisation der druckempfindlichen und bewegungseinschränkenden Myogelosen
  • Bahnung von Bewegungskompetenzen entsprechend der sensomotorischen Entwicklung; stabilisierend von kranial nach senkaudal u. mobilisierend von proximaler nach distaler – Kopffreiheit erarbeiten etc.
  • Funktioneller Aufbau lateraler und ventraler Beckenstabilität (Grund der Überforderung / Myogelosen beseitigen)
  • Besprechung mitgebrachter Videofallbeispiele der Teilnehmer
  • Therapie mit Alltagsmedien und Transfer in den Alltag

Ziel des Seminars
Hintergründe (Kompensation/ neuromuskuläre Pathologie) der Hemiplegie erfahren, Probleme patientenspezifisch erfassen, ressourcenorientiert und alltagsrelevant die Therapie gestalten: „Das Mögliche verlangen – nicht das Unmögliche!“

| Voraussetzung: Teilnahme am Seminar FAT 1 oder Bobath-Grundkurs |

Das Buch zum Kurs: Neurophysiologische Behandlung bei Erwachsenen: Grundlagen der Neurologie, Behandlungskonzepte, Karl Michael Haus; Springer; Auflage: 2., überarbeitete Auflage 2010;

Kursleitung
Karl-Michael Haus, Ergotherapeut, Bobath-Therapeut, SI-Lehrtherapeut DVE, Lehrer für Gesundheitsfachberufe, zertifizierter, Bio- und Neurofeedbacktrainer

Schwindel untersuchen und behandeln

– NT 5 -|16 LE – 

Alltagsorientiertes Vertigotraining in der Ergotherapie

 

Schwindel gilt als eines der am häufigsten genannten Symptome beim Allgemeinarzt. Auch in der therapeutischen Praxis werden wir öfters mit diversen Schwindelsymptomen von Patienten konfrontiert. Die Ursachen dieser Beschwerden sind sehr unterschiedlich.

Die Fortbildung zielt vorwiegend auf die Diagnostik (spezifische Schwindelanamnese, klinische Beobachtungen und apparative Diagnostik) und Therapie von peripherem bzw. zentralem vestibulären Schwindel ab (Lagerungs- und Mobilisationsübungen, störungs- und ressourcenorientiert). Die Behandlung des zervikalen Schwindels ist nicht Inhalt dieses Seminars.

Die Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten sind nicht nur einfach in der Durchführung und sehr effektiv in ihrer Wirkung, sie genügen auch höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen (siehe Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie; Schwindel: Diagnose / Therapie).

Ziel des Seminars

Mit Abschluss des Seminares hast Du ein aktuelles Wissen über die wichtigsten neurophysiologischen Ursachen des Schwindels sowie deren diagnostische Erfassung. Du bist in der Lage, ein klientgerechtes Schwindeltraining durchzuführen und siehst die Patienten im Kontext des Krankheitsverarbeitungsprozesses.

Kursleitung
Jürgen Jäger und / oder Michael Ertl Ergotherapeuten, Bobath-Therapeuten, SI- Lehrtherapeuten DVE

Die Qualifizierungsmaßnahme wird Dir bei Abschluss aller 5 Weiterbildungsteile zertifiziert.

Die Module können auch einzeln belegt werden.

Referenten
Karl-Michael Haus, Jürgen Jäger und Michael Ertl; Ergotherapeuten, Bobath-Therapeuten, Lehrtherapeuten DVE